Foto: © Hagen Hansen (www.hagenhansen.de)


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INNENANSICHT

AUSSENANSICHT

Die Fischerkirche Born wurde im Winter 1934/35 erbaut.

In der Amtszeit des Pfarrers Dr. Wilhelm Pleß wurde die Fischerkirche Born nach dem Entwurf der Architekten Bernhard Hopp und Rudolf Jäger (Hamburg) erbaut. Zum Kirchenbau schreibt der damalige Gemeindepfarrer Dr. Pleß: Das Äußere der Kirche ist organisch in den Charakter der Landschaft eingegliedert, nicht nur der Holzbau mit der Stülpschalung seiner Wände und das steile Rohrdach, sondern auch die Gesamtgestalt (…) Durch Eisenverankerung gefestigt, tragen die Holzständer die Holzkonstruktion des schönen, mächtigen Tonnengewölbes. Zwei eiserne Kerzenkronleuchter hängen von der Decke herab, und zwischen ihnen hängt das Schiff, in dem sich beides verbindet: das Sinnzeichen für den Alltag des Volkes am Meer und das Symbol der Kirche. Die Längsbalken des Gewölbes tragen Bibelsprüche, in denen sich das Wort dem Zeichen zugesellt. (…) Die große Holzfläche der Altarwand zeigt die Maserung des Holzes und trägt nur ein nicht großes, aber ausdrucksstarkes Kreuz auf dem Weltkreis über der Altarbibel neben den eisernen Altarleuchtern. Die Erleuchtung der Kanzel erfolgt sinnvoll durch den Lichtkreis des Seitenfensters über ihr. Die Kapelle steht am Friedhof. Die Verbindung zwischen der Gemeinde der Vollendeten und der Gemeinde auf Erden ist durch den Bibelspruch über dem Haupteingang an der Westseite hergestellt: „Was der Mensch säet, das wird er ernten.“ (aus dem Bildheft: „Kirchen auf dem Darß“) So wird verstehbar, dass die Kirchengemeinde zu Pfingsten 2010 begonnen hat, den Innenraum nach dieser ursprünglichen Intention der Architekten wieder herzustellen.

Das Altarkreuz, die Leuchter auf dem Altar und die im Kirchenraum hängenden Kronleuchter wie auch der Turmhahn wurden vom Borner Schmied Johann Bülow gefertigt. Die beiden Schiffsmodelle sind Dankesgaben von Borner Seeleuten. Die Orgel von der Firma Nußbücker aus Plau wurde als Meisterstück des Orgelbauers Andreas Arnold 1991 im Altarbereich errichtet.

Die vier Figuren des Architekten Bernhard Hopp sind von der Altarwand entfernt worden. Er hatte sie als Ständerfiguren für die Kirche gearbeitet. Nach der Einweihung der Kirche 1935 wurde der Bildhauer Hans Mettel aus Berlin mit finanzieller Unterstützung durch das damalige Kultusministerium mit der Herstellung eines kompletten Figurenzyklus von acht Figuren beauftragt, der 1936 eingefügt wurde. Bernhard Hopp nahm danach seine Figuren aus der Kirche zurück. 1980 wurden seine Figuren wiederentdeckt. Fünf Jahre später, zum 50. Jahr des Bestehens der Kirche, brachte man sie als „Bilderpredigt“ an die Altarwand, so wie es auf diversen Abbildungen der Kirche noch zu sehen ist. Ihre ursprüngliche tragende Bedeutung hatten sie aber verloren.

Seit Ostern 2011wurden die vier Figuren an der Empore der Westseite am Haupteingang eingefügt, wo sie sinnvoll den Grundgedanken der Konzeption des Architekten Bernhard Hopp aufleben lassen. In eindrücklicher Weise kommen sie neu zur Geltung und unterstreichen die architektonische Intention, beim Ausgang die vollendete Gemeinde sowohl durch den Blick zum Friedhof als auch durch die Figuren auf sich wirken zu lassen. Die Holzplastiken symbolisieren den gefallen Soldaten, den ertrunkenen Seemann, die auf der Flucht verstorbene Frau und den Verschollenen, der in der Fremde ums Leben kam.

Und umgekehrt betreten Sie diese Kirche, gehen Sie direkt auf den Altar zu. Im Zentrum steht das Kreuz als das Zeichen christlicher Lebenshoffnung, das dieses Gebäude unverkennbar als Kirche ausweist.

Wenn Sie eine Kirchenführung wünschen oder Fragen zur Umgestaltung haben, wenden Sie sich bitte an die Evangelische Kirchengemeinde.