Christopher Stembridge spielt Orgelwerke von Frescobaldi, Buxtehude und Bach sowie englische Meister

Freitag, 26.07.2019
20:00 Uhr
- 21:00 Uhr
Schifferkirche Ahrenshoop

Christopher Stembridge hat an der Universität Cambridge Sprachen, in Oxford Musikwissenschaft studiert. Wichtig für seine musikalische Ausbildung waren vor allem Anton Nowakowski, Luigi Ferdinando Tagliavini und Kenneth Gilbert. Nach einigen Jahren als Organist in München, wo er auch an der Hochschule für Musik bei Franz Lehrndorfer studierte, war er für 20 Jahre Dozent an der National University of Ireland. Sein Interesse für alte italiensche Orgelmusik hat ihn nach Italien geführt, wo er an der Kirchenmusikschule Santa Cecilia in Brescia sowie an der Accademia Chigiana, Siena, unterrichtete. Er ist Spezialist für altitaliensiche enharmonische und chromatische Tasteninstrumente und gibt regelmäßig in Europa wie auch in den USA - Konzerte und Vorträge auf einer Rekonstruktion eines Cembalos mit 19 Tönen je Oktav. Er hält regelmäßig Kurse an historischen Orgeln in Italien, wo er derzeit lebt.

Seit 1991 arbeitet er oft mit jungen Musikern in verschiedenen Ländern der ehemaligen Sowjetunion, inbesondere mit Organisten in Estland, Lettland, Ukraine und Russland (wo er auch eine Gastprofessur an der Gnessinakademie in Moskau innehatte) sowie mit Ensembles in Sibirien und Armenien.

Auf CD hat u.a. aufgenommen – meist auf historischen italienischen Orgeln:

Werke für Orgel und Cembalo von Ascanio Mayone, Andrea und Giovanni Gabrieli, Neapolitanische Musik um 1600 auf Orgel und chromatischem Cembalo, englische Musik für Orgel 1520-1770, sowie das erste Buch der Toccaten Frescobaldis.

Als Musikwissenschaftler hat er die Tastenwerke von Mayone und Giovanni de Macque herausgegeben. Von seinen Artikeln ist eine Serie über altitalienische Instrumente mit extra chromatischen Tasten zu erwähnen, sowie das Kapitel über die italienische Orgel und ihre Musik für die Cambridge Companion to the Organ. Bei Bärenreiter-Verlag ist er Herausgeber der neuen Frescobaldi-Ausgabe; für diese Arbeit hat ihm die American Musicological Society den ‚Noah Greenberg-Prize’ verliehen.

Schifferkirche Ahrenshoop
Paetowweg 5
18347 Ostseebad Ahrenshoop