Romanza, Pasión y Danza: Tess Remy-Schumacher (Violoncello) & Stefan Grasse (Gitarre)

Mittwoch, 05.06.2019
20:00 Uhr
- 21:00 Uhr
Schifferkirche Ahrenshoop

 

Vivaldi, Granados, Sarasate, Albéniz, Ravel und Debussy

„Leidenschaftlich und sehr romantisch“ so urteilte der Kölner Stadtanzeiger und fuhr fort: „Klagend, schwermütig sang das Cello, die Gitarre harmonisierte im Hintergrund, malte dichte, nie aufdringliche Klangteppiche. Dass hier Musiker von internationalem Format auf der Bühne standen, war direkt erkennbar.“

Selten hat man eine so aparte Kombination wie Cello und Gitarre mit soviel Charme, Intensität und Enthusiasmus gehört. In ihrem aktuellen Programm interpretieren sie feinfühlige Romanzen, schwerblütige Tangos, temperamentvolle spanische Tänze und zarte impressionistische Klangbilder von Ravel und Debussy. Dabei versteht es das Duo ihren Instrumenten die unterschiedlichsten Stimmungen zu entlocken: kontrastreich erklingen leidenschaftliche Cantilenen, mitreißende Rhythmen und perkussive Klangkaskaden.

Tess Remy-Schumacher trat in bedeutenden Konzertsälen wie der Wigmore Hall London, der Jubilee Hall Singapur, der Bradley Hall Chicago und der Carnegie Hall New York auf. Stefan Grasse gab über 2000 Konzerte in vielen Ländern Europas, in Argentinien, China und Australien, in der Türkei und den USA. Das 20-jährige Jubiläum ihrer Zusammenarbeit feierte das Duo mit der CD-Veröffentlichung „Romanza, Pasión y Danza“ (Xolo/Galileo MC).

Programm:

Romanza, Pasión y Danza

Antonio Vivaldi (1678-1741):

Sonata e-Moll

Friedrich Burgmüller (1806-1874)

Premier Nocturne: Andantino

Pablo de Sarasate (1844-1908)

Romanza Andaluza, Op. 22

Drei jüdische Lieder (trad.)

Schir le ’lo milim - Dem milners trern – Papirossen

Enrique Granados (1867-1916)

Danzas españolas „Andaluza“ und „Oriental“ op. 37

Isaac Albéniz (1860-1909):

„Tango“ (aus „España“ op. 165)

Claude Debussy (1862-1918):

Le petit nègre

Maurice Ravel (1875-1937):

Habanera

Joaquin Nin y Castellanos (1879-1949):

Seguida Española

 

Prof. Dr. Tess Remy-Schumacher, in Köln geboren, studierte bei Boris Pergamenschikow, Maria Kliegel, Siegfried Palm, Jacqueline de Pre, William Pleeth, Lynn Harrell und Eleonore Schönfeld. Als Fulbright-Stipendiatin studierte sie in der Piatigorsky Klasse von Lynn Harrell an der University of Southern California, Los Angeles, und erwarb dort ihren "Masters of Music". Anschliessned promovierte sie unter der Leitung von Professorin Eleonore Schönfeld als "Most Outstanding Graduate of the Year for performance, academic excellence and leadership".

Dr. Remy-Schumacher erhielt erste Preise bei "Jugend musiziert", der New Yorker International Artist Competition (String Division) und beim "Carlo-Zecchi Wettbewerb" in Rom mit dem Pianisten Dr. Michael Staudt. Als Konzertsolistin ist sie seit Jahren weltweit aktiv, darunter auch in der Wigmore Hall, London, Jubilee Hall in Singapur und der Carnegie Recital Hall in New York.

 

Edith Eisler beschrieb ihr Spiel "Ihre Bogenkontrolle und Beherrschung des Griffbrettes sind perfekt, ihre Intonation ist excellent, ihr Spiel schwerelos." (New York Concert Review). Ausserdem spielte sie Konzerte für das Biennale Brisbane Festival, Australian Festival of Chamber Music, Contempofest Australia mit dem Gitarristen Stefan Grasse, Weatherfield Music Festival und Summer Academy Boston/Andover und Internationaler Klaviersommer.

Zahlreiche Rundfunk-und CD-Einspielungen, wie zuletzt die "Suiten für Cello Solo" von Johann Sebastian Bach, zeugen von der internationalen Präsenz der Künstlerin.

Nachdem Tess Remy-Schumacher von 1992-1998 an der James-Cook-University unterrichtete, lehrt sie seit 1998 als Professor für Violoncello und Kammermusik an University of Central Oklahoma, USA. Dort wurde sie Direktorin des von ihr gegründeten Center for Historical Performance Practice (Zentrum für Historische Aufführungspraxis).

Während des akademischen Jahres 2010/2011 hat sie eine Einladung als Visiting Fellow an die Harvard University erhalten. Seit 2011 hat sie eine Position eines "Visiting Scholar" für historische Aufführungspraxis an der Harvard Universität, Boston. Sie schreibt für das nationale ASTA-Magazin und ist ein stimmberechtigtes Mitglied für die 'Grammy Foundation'.

 

Stefan Grasse, in München geboren, studierte Jazz- und klassische Gitarre bei Peter O'Mara (Jazz School München), Kurt Hiesl (Meistersinger-Konservatorium Nürnberg), Phillip Thorne (Royal Scottish Academy of Music and Drama, Glasgow) und Pepe Romero (Internationale Sommerakademie Salzburg).

Er erhielt Stipendien des Bayerischen Rundfunks, den „Guitar Challenge Prize 1991“ der Royal Scottish Academy, den „Scottish Society of Composers’ Award 1991“, den Kulturförderpreis der Stadt Nürnberg (Nürnberg-Stipendium 1996), den Kulturpreis 2004 des Kulturforums Franken und den Kulturförderpreis des Bezirks Mittelfranken 2018. Seine Konzerttätigkeit führte ihn in viele europäische Länder, Australien, Argentinien, China, Türkei und den USA (mit dem "Concierto de Aranjuez").

Seit 1993 hat Stefan Grasse 16 CD-Produktionen unter eigenem Namen veröffentlicht.

Die Aufnahmen umfassen Musik der deutschen Renaissance bis zu Latinjazz, von Steve Reich, Heitor Villa-Lobos, Baden Powell, Isaac Albeniz, Astor Piazzolla bis zu eigenen Kompositionen.

Neben seiner Tätigkeit als Konzertgitarrist und Musikproduzent ist Stefan Grasse künstlerischer Leiter der "Nürnberger Gitarrennächte" und anderer Konzertreihen.

 

 

 

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